Fate/zero II 03 – Dieser eine epische Plottwist

Ich glaube es nicht: Maiya hat tatsächlich jemanden getroffen! WOOHOO und Yatta.
Haaaach, war das eine herrliche Folge. Es ist schon bezeichnend, dass Kämpfe mit Hinterlistigkeit gewonnen werden, wenn die eigentlichen Kontrahenten von Ehre und Ritterlichkeit sprechen und in einem magischen Krieg mal wieder nur handelsübliche Waffen die richtigen Resultate erzielen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie diese Serie dann erst enden wird… schmeißen sie vielleicht noch eine Atombombe auf die Stadt? Oh yeah, das wäre was.
Meine Sticheleien mal beiseite, diesmal gab’s wirklich eine ziemlich lohnenswerte Episode, was vordergründig wohl auch daran gelegen haben mag, dass Dinge in diesem Krieg auch endlich mal passierten und Menschen in einem Survival Game umkamen, so wie das ursprünglich vorgesehen sein sollte. Das ist wie Weihnachten mit Weihnachtsgeschenken. F/z versteht wohl nun, dass zum Fest mehr als nur ein leerer Sack und ein falscher Nikolausbart dazugehören. Das ist durch und durch fantastisch, wenn ihr mich fragt.
Zuallererst vielleicht ein paar Worte zu Kayneth: Ich mag ihn, weil er etwas von einem tragischen Charakter hat. Sicher, er ist ein Arschloch, aber die Ironie, die seinen Subplot umgibt ist ähnlich gehässig wie es bei Shikis Masao der Fall war und da kann ich schon nicht anders als mich an solchen Charakteren zu erfreuen, auch wenn sie jeder hasst. Das Schönste war mithin noch, dass er den Priester abknallt, kaum dass er sein Kommandosiegel erhält. Harharhar, so ist’s recht, so und nicht anders hat das mit dem Positionsspiel in dieser Serie zu sein. Und ja, auch diesmal hat die Handfeuerwaffe in magischen Scharmützeln alle Probleme aus dem Weg geräumt, das hat schon etwas Lächerliches.
Apropos Waffen und urplötzliche Kompetenz: Ich habe meinen Augen nicht getraut, als Maiya sich ausnahmsweise mal nützlich gemacht hat.

Das hier wäre fast schon einen ZakuAbumi-Award™ wert, nur leider fehlen mir dazu Zeit und Laune. Ich bin mir nichtsdestotrotz gewiss, dass das ein großer Moment für Maiyas Werdegang war. Bei dem halben Meter Entfernung wäre es gut möglich gewesen, dass sie aus Versehen irgendeinen Passanten drei Straßen weiter getroffen hätte. Ich meine ja nur.
Also… wow… Maiya hat was _getroffen_. Sicher, es war eine abgehackte Hand, die sich natürlich null geregt hat, aber immerhin. In Sachen nutzbringender Dinge war das ihr Einstand in der Serie, also… wow! Aber es gibt noch mehr Positives in ihrer neuen Erfolgslaufbahn zu vermelden: Sie hat zwei regungslose Menschen in einem Rollstuhl getroffen, auch wenn einer davon bewusstlos war, jetzt ist der ewige Traum vom Scheunentor nicht mehr weit entfernt. Und mit dem Messer hat sie es sogar schon beim ersten Anlauf geschafft – vielleicht sollte sie ja künftig auf Klingen umsteigen? Go, Maiya, go. Ich plädiere jedenfalls für ein 24-teiliges Comedy-Spinoff zu Maiya und ihren Schussfertigkeiten, das wäre ohne Zweifel sehr erheiternd.
Maiya lässt damit übrigens Lancer auf dem ersten Platz der kompetenzlosen Charaktere zurück. Er hat nicht nur die ganze Serie über so gut wie gar nichts bewerkstelligen können und seinen Master von seiner Frau malträtieren lassen, er lässt besagte Frau auch entführen und während er sich mit Saber vergnügt, werden abermals seine beiden Befehlshaber in Gefahr versetzt, denn während Lancer und Saber austragen, wer den größten Ritterlichkeitspenis hat, kämpfen Kiritsugu und Kayneth den Krieg um das heilige Standbild mit inneren Monologen und ganz viel Statik. Und als wäre das noch nicht genug, wird er auch noch zum Suizid in seinem heißgeliebten Kampf genötigt. Ha! Das ist doch einmal eine Akte!
Dennoch, auch wenn ich Lancer nicht sonderlich leiden kann, seine Sterbeszene hatte es in sich:

Wenigstens kann Urobuchi Tode recht gehässig schreiben. Also jetzt mal ganz abgesehen vom unnötig kitschigen Madoka.
Sein Tod war also eine ziemlich geniale, da bitterböse Angelegenheit, ähnliches gilt für Kayneths Ableben, auch wenn ich nicht umhin kann, dem Verlauf einen Antiklimax zu unterstellen – wenn mittendrin die Karten ausgespielt werden und das Drehbuch dann plötzlich sagt “Moment mal… lasst uns innehalten und reflektieren, ob das so rechtens war!”, ergo das letzte Drittel nur aus Bla Bla Bla Bla Bla Ideale Yada Yada Yada Yada Ritterlichkeit Bla Bla Bla Bla Bla und viel Statik bestand, ist das nicht ganz so toll. Schlechterdings hatten wir neben des recht passabel animierten Kampfes (der aber nicht wirklich bedeutungssuggerierend ausgespielt wurde) damit einige ~wenige~ Szenen von 30 Sekunden pro Standbild. Thrilling.
Alles in allem aber? Yeah, so will ich meine Komplotte und Kriege sehen, entgegen bisheriger Befürchtungen sind wir auch immer noch nicht auf die SUFFERING-Schiene abgedriftet. Sehr lobenswert, 3,5/5.
P.S.: Mein neuester Trick, die Kommentarrate etwas anzukurbeln: Ermittelt, mit welcher Klasse ihr in den heiligen Krieg zieht und diskutiert.
About this entry
You’re currently reading “Fate/zero II 03 – Dieser eine epische Plottwist,” an entry on ZakuAbumi's Anime-Blog
- Published:
- 22. April 2012 / 3:30 PM
- Tags:
- Anime, Fate/zero II

9 Comments
Jump to comment form | comment rss [?] | trackback uri [?]