Thermae Romae 05 & 06 – Finis

Verdammt, jetzt will ich doch eine Fortsetzung.
Ja, das war definitiv noch ein gelungener Abtritt für eine im Nachhinein betrachtet doch ganz nette Slice of Life-Geschichte. Es tut der Handlung sichtlich besser, wenn man die allzu aufdringlichen Comedy-Elemente einfach streicht und sich stattdessen ab und an mit Situationsübertreibung versucht. Bringt mich sicherlich auch nicht zum Lachen, stört mich aber genauso wenig. Es ist da und das ist alles, was es dazu zu sagen gibt.
Die Charakterinterkationen machen in dieser Serie jedenfalls sehr viel aus und da ist es schade, dass die Serie bereits nach 3 regulären Folgen endet: Daraus hätte gut und gerne etwas, das ähnlich behaglich wie Usagi Drop oder Hourou Musuko ist, werden können. Mit dem zeitlich und lokal versetzten Römer ergeben sich da ganz bequem – um nicht zu sagen: schlecht – geschriebenen Geschichten immer wieder nette Situationen. Lucius räumt mit seinen Fähigkeiten als Bogenschütze den ersten Preis ab und beschert Japans Streitkräften eine vernichtende Niederlage, während die Flachgesichter-chans im Hintergrund “Gaijin! Gaijin! Yatta, Sugoi!” schreien? Fine with me. Kann ich gerne mehr davon haben.
Noch dazu war das Ding so ziemlich das beste Mitbringsel nach Rom, was man sich nur vorstellen kann. Es zeigt auch ganz gut auf, dass noitaminA sich wider Erwartens doch zum Positiven entwickelt hat:

Fractale: “Gott ist eine Mittelschülerin mit einem Teddy!”
Thermae Romae: “Gott ist ein Kuscheltier.”
Spot the difference.
Folge 5 war also sehr annehmbar, Folge 6 sogar noch ein gutes Stück besser: Gemeinsam mit Banditen errichtet man nach den Verbleibseln einer noch anstehenden Kultur Innovation und Innovatives. Lachen musste ich ja beim Bordellbesitzer – “Er sieht genauso wie der Anführer der Banditen aus.”. Und der Anführer leitet dann tatsächlich ein Bordell. Me gusta.
Signifikante Kulturdifferenzen gab es auch einmal mehr: Lucius bezahlt mit römischem Silber und erhält sein Wechselgeld in Papier und kunstvoll geformten Münzen, was Grund zum Staunen ist. Wenn es sein muss, springt der Mann für seine Errungenschaften sogar von der Brücke (was herrlich aussah, etwas, das nicht nur daran liegt, dass ich den Stil mittlerweile schon ins Herz geschlossen habe), seine Trophäe ist ja auch seine einzige Errungenschaft gegenüber dem fortgeschrittenen Volk. Eine bessere Pointe hätte ich mir innerhalb der Limitierungen der Serie für das Ende gar nicht vorstellen können.
Und ja, auch diese Woche hatte Thermae Romae den denkbar klügsten Spruch zu bieten:

“Im Bad gibt es keinen Banditen, keinen Legionär und keinen Streit.”. Weise warne die Römer damals vielleicht.
Ergo: Ich werd’s vermissen, 3,5/5.
Alles in allem war Thermae Romae… hmmm… ganz nett. Sicherlich eine der besseren Serien, die ich gebloggt habe, aber das ist keine allzu schwere Hürde. Es existiert und erfreut mich und das dürfte auch das größte Lob sein, dass ich dem Ganzen widmen kann. Ich glaube nicht, dass sich in 2 Wochen noch jemand hieran erinnern kann, aber es war so einigermaßen spaßig, wenn man mich fragen würde, also 6/10. Als Comedy scheitert man auf ganzer Linie, der Rest ist aber durchwegs amüsant.
Und nun mal sehen, was Mari Okada uns nächste Woche mit ihrem Otaku-Kram auf noitaminA so servieren wird. ~Ich kann es kaum erwarten!~
Über diesen Eintrag
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- Veröffentlicht:
- 28. Januar 2012 / 10:48
- Kategorie:
- Anime, Thermae Romae
- Tags:
- Anime, Thermae Romae

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