Nachwort: Summer-Season 2010
Nun der Blick auf das, was uns seit geraumer Zeit heimsucht und vorerst nicht von den unseren ablassen wird: Der Summer-Season.

Und wenn ihr diesen hochgradig informativen wie gelungenen Schrieb – knapp 4500 Worte im Gebrauch, das kann sich doch sehen lassen – euch nicht unbeschultet zu Gemüte führt, oder es gar wagt, einen gewissenhaften Kommentar zu unterlassen, drehe ich dem gesamten Verein, den ich als meine Leserschaft schimpfe, symbolisch den Hals um.
Lasst mich an dieser Stelle verkünden: Der Sommer ist Murks, mies und das noch und nöcher.
Und ehe mich Shino und Hiei zupflastern – ach wartet, Hiei traue ich nicht zu, meine Statements gänzlich zu ignorieren und mir ein und denselben Einwand mehrmals zum Widerlagen auf dem Präsentierteller zu servieren – ist es an mir, ihnen den entsprechenden Wind aus den Segeln zu nehmen: Noch einmal ausführen werde ich den Spaß nicht.
Wir verfahren nun in klassischer Manier nach alphabetischer Reihenfolge.
11eyes-OVA

Welcome to the pink night~
3 Dinge haben 11eyes zu meiner Wertung von 6 Punkten verholfen:
-Der großartige Soundtrack.
-Die stellenweise gelungene Inszenierung.
-Penzou-san.
Die OVA hat nichts davon.
Nun, Humor hat das gute Stück. Schwarzen Humor, nicht zynisch oder boshaft, nein, gar verbal und von befremdender Natur. Die “red night” dürfte uns mittlerweile allen vertraut sein, das pinke Gegenstück dreht unsere Kenntnisse jedoch kurzerhand um, wenngleich nicht im positiven Sinne:
Kakeru als wandelndes Röntgengerät, wie neuerdings auch fürs eigene Handy erhältlich, Kukuri mit verbotenem Wortschatz, Pyromane Takahisa als kümmerlicher Feuerlöscher(wenngleich weiterhin im Gewande des heimlichen Helden der Serie, zeugen seine Skills doch von amüsanten Verwendungszwecken), Shioris Entfremdung ist mir wiederum entfallen, weiterhin das blasse Hemd also, Yuka hat’s gerne weiblich und Misuzus Schwerter, ehemals Repräsentaten ihres Stolzes, verwesen als Pixelfresser.
Onsen, Chibi-Tentakelmonster, Recycling und fade Präsentation bessern den Spaß mitnichten, vereinzelt mag der Humor gezündet haben, doch verbleibt ein liebloses Produkt dessen, was unterhaltungstechnisch zumindest solide hätte anzusiedeln sein können, der Charakterbesatzung bin ich nach 25 Minuten Laufzeit bereits überdrüssig geworden.
2/10 an pinken Nächten.
Amagami SS

Ich habe mir eine einigermaßen ernsthafte Romanze erhofft, der Vorlagentreue und Präsentation wegen. Desty spricht gar in seinem Wahn vom flirttechnischen Meilenstein der letzten 5 Jahre. Weder noch.
Es fällt mir wirklich schwierig, das hier nicht auf eine ausgefallene Fetischshow für Arme und den vorherrschenden Packen an Klischees zu reduzieren. Mittlerweile mag man gar zu Wetten im Hinblick auf Ort und Stelle der Hinterlassenschaft eines Knutschflecks nach junichischer Art oder auf die Anzahl an Ecken, die es benötigt, ehe Weib und Männlein in einem Fiasko von Unfall übereinander herfallen, aufstellen.
Aber alles schön der Reihe nach: Junichi Tachibana, x-zehn Jahre alt, ist glückloser Oberschüler in Sachen Liebeserfahrungen – am heiligen Abend vor geschätzten 2 Jahren wurde er ohne Vorankündigung versetzt, ihm gar die fristlose Kündigung beschert, ein Ereignis, das über lange Zeit hinweg auf sein sein zartbesaitetes Seelchen einwirken sollte. Man verbringt die Nacht im Sternenschrank, versinkt in Kummer und Depression, jagt seinem eigenen Trauma hinterher und verfolgt den Alltag ohne sämtlichen Lebenswillen, die natürliche Folge einer Absage vor nahezu 700 Tagen, wie man dem Zuschauer glaubhaft darzustellen versucht.
SRSLY, 2(Z-W-E-I) Jahre jammert dieses Trauerbild von Pfankuchen über eine Bitch von Haremette, die ihm den Laufpass beschert hat? What the fuck? Man mag mir sicherlich nicht ganz unberechtigt das tiefsinnige Gefühlsleben einer Gießkanne ankreiden, aber angesichts solcher Dauer sollte jeder gesunde Menschenverstand auf Alarm schalten.
Der Witz an dem ganzen Dilemma ist, dass nicht mehr als eine halbe Folge je Arc vonnöten ist, um das Trauerspiel vom Angesicht der Erde zu fegen, Charakterentwicklung soll immerhin möglichst still und heimlich geschehen. Ach, was klage ich auch die Nachvollziehbarkeit der Serie an, darum ist es ohnehin miserabel bestellt, Aussagen a la “Du hast nicht gespannt, obwohl ich dir’s verboten habe, sind wir denn keine Freunde mehr und RABÄÄÄH” versalzen die Suppe zusätzlich.
Charaktertechnisch haben sich bisher lediglich Morishima-sempai, die unter allen Gesichtspunkten schlicht und ergreifend einen Knall hat, und Tomboy Kaoru a.k.a Sexhair(Konsumanlass der Massen) zu Worte gemeldet, die Emophasen beider zählen nicht unbedingt zu den Glanzlichtern des Werkes, das sei gesagt. Oh, der kleinen Inzest-Schwester gönne ich wiederum die ein oder andere Watsche, soll sie “Nii-Nii” doch seinen eigenen Lebensweg gönnen, der, dies nur der Erwähnung halber, sich auch am Nazareth-Konzept Orientierungshilfe ersucht und charakterlich so flach ausfällt, dass sich das Zielpublikum binnen Sekunden in seine Haut versetzen kann. Ecchi-Anteile halten sich in Grenzen, die Animationsqualität schwankt mitunter, fällt jedoch durchaus lobenswert aus, die Serie unterhält solide, schaufelt sich amüsanterweise ihr eigenes Grab(heulende Seiyuus, HA!), ist leichte Kost mit allerlei Ecken und Kanten, weiß jedoch mit Kurzweil einigermaßen zu unterhalten. Mir unerklärlich hingegen die Doujinshiwelle, aber in Geschmacksfragen bin ich ohnehin nicht der erste Ansprechpartner.
6 von 10 Kussfetischen, aufsteigende Tendenz gegeben.
Black Lagoon: Roberta’s Blood Trail

Wir haben Black Lagoon allesamt vermisst. Der eine mehr, der andere weniger.
Revy kann hervorragend pöbeln, ballern, schießen, Rokuro “Rock” Okajima verdreschen und der ominöse Lieferservice ist im Quartett mit vier geradezu verschiedenartigen Besatzungsmitgliedern gesegnet, ganz zu schweigen vom Beiwerk der Nebencharaktere.
Der springende Punkt ist: Black Lagoon ist ein Unterhaltungsfeuerwerk. Humor, Action, Charme und krude Akteure auf den Bühnen Roanapurs oder gar ein bisschen Philosophie zeugen ein Gesamtbild, das zu überzeugen weiß. Die Mischung macht’s, der Zuschauer wird bei Stange gehalten.
Und eben das, werte Leser, ist im Erstling der fünfteiligen OVA-Reihe nicht der Fall. Charme und Humor sind dem Werk abgegangen, die Screentime-Relation bietet kaum Platz für hämische Anmerkungen der Nebenbesatzung, Dialoge werden gekürzt oder restlos gestrichen, MADHOUSE fokusiert sich auf die Hauptaspekte und Schwerpunkte der Mangavorlage, das Gesamtbild wirkt wesentlich trüber und trockener denn je zuvor, langweilt mitunter.
Die Handlung gibt sich simpel: Robertas Herr und Held fiel als liberaler Redner einem Anschlag seiner Widersacher zum Opfer, das Dienstmädchen sehnt sich primär nach einem – Rache.
Die Gefühle des Hasses fungieren als Anlass einer Blutspur, die sich quer durch die Welt ziehen soll, Roberta verfällt in ihr altes Gewand und scheut auf ihrer Suche nach Vergeltung weder Tod noch Mühen. Genug Grund, Revy und Konsorten zu involvieren, um dem Wahn ein Ende zu bereiten, Aushilfe ist durch Killerloli Fabiola vertreten, die Bloggerkollege Karl in fanatischen Zügen der Bewunderung lustigerweise moralisch rechtzufertigen versucht. Good luck, dude.
Mehr als ein Startzeichen setzt die erste OVA nicht, der Anfang vom Ende ist eingetreten, zu hoffen ist, dass sich der weitere Verlauf des Niedergangs sämtlicher guten Sitten zukünftig abwechslungsreicher gestalten wird. Baos Bar hingegen mag unsere Chaostruppe auch weiterhin in Schutt und Asche legen.
6 von 10 gehässig schmerzhaften Schuhanfertigungen und das mit Wohlwollen.
Ehe Einwände betreffend meiner Kenntnisse folgen mögen: Ich habe die Mangafassung erst im Nachhinein als Leseratte beglückt, von einem Handicap kann also nicht die Rede sein.
Black★Rock Shooter

An Black★Rock Shooter scheiden sich die Geister. War unvermeidbar. Jeder Hype wird entweder bestätigt oder ausgebuht, so ist’s seit Jahrzehnten und wird’s auch immer sein.
Da ich dem Franchise rund um Miku Hatsune und ihrer dunklen Seite nie sonderlich wohlgesonnen gegenüber stand, war also mit entsprechend harten Worten zu rechnen, die Chance auf einen Fehlschlag der schlimmeren Sorte bestand, waren doch weder Konzept noch Details einer potenziellen Handlung gegeben, den Schreiberling und Schöpfer Haruhis als Rückversicherung hin oder her.
Mehr oder minder konnte die 50-minütige OVA letzten Endes auch behaupten, nur einen Bruchteil dessen bewältigt zu haben, was sie ehemals versprochen hatte, Charaktere wurden reihenweise gestrichen oder entsättigt, die Handlung gab sich spärlich, undurchsichtig und war dem ein oder anderen einzig und allein mithilfe einer Lupe zu suchen.
Je nach Erwartungshaltungen also ein Reinfall, Fall für die Tonne oder gelungene OVA.
Lasst mich feststellen: Ich gehöre weder der “Haters gonna hate”- noch der “Hyper setzt Hype ein”-Fraktion an. Meine Erwartungen fielen geradezu minimalistisch und dennoch interessiert aus, das Ergebnis langer Wartezeiten hat sich jedoch in solider Unterhaltung manifestiert, in einer Form, die so oder so ähnlich kein Schwein auch nur ansatzweise vorhersagen hätte können – das Werk widmet sich der Beziehungskiste zweier Mittelschülerin, kurz und gut: Dem Thema Freundschaft.
Über 50 Minuten und ein paar zerquetschte hinweg verfolgt man also die Entstehungs- und Leidensgeschichte selischer Bande, die sich letztlich umso mehr festigen, parallel dazu balgen sich die Avatare der Besatzung in einer Parallelwelt, wieso, das weiß so recht kein Mensch, dem ganzen eine höhere Logik aufgrund einer Metapherebenentheorie vorzuwerfen, ist angesichts der chronologischen Handlung des Geschehens jedoch vermessen und schlicht falsch.
Der Slice of Life-Abschnitt ist gut gelungen, unterhielt passabel und überzeugte gar einigermaßen eindrucksvoll – abgesehen von Emoeinlagen a la “Wah, freundschaftstechnische Konkurrenz, ich verschwinde!” -, der Actionanteil fiel geradezu unterdurchschnittlich aus, nicht in Anbetracht der Animationen, allemal jedoch im Hinblick auf die missglückte Unterhaltung.
Das Ende gibt wenig Aufschluss, allem Anschein nach hat man sich nicht einmal ansatzweise Mühe und Gedanken in Bezug auf das Werk gemacht, die Enden sind nicht offen, sondern lose gehalten, ein Verbrechen per se, wie ich anmerken darf.
Otaku-Anime durch und durch, wenn auch im andersartigen Erscheinungsbild. Hat mir zugesagt, 7 Freundschaftskanonen und Bauchnarben.
Bungaku Shoujo Remoire

Ich fasse mich kurz: Ich habe die Handlung der OVA nicht einmal mehr ansatzweise im Kopf, habe sie nicht verstanden, hätte dies ohnehin wahrscheinlich nicht tun können, der Erstling gibt Fragen auf, nicht mehr und nicht weniger, setzt die Handlung in Kraft und spielt vorwiegend auf Slice of Life samt Charakterkonstellationen.
Und ich wurde großartig unterhalten. Die optische Darbietung ist ein Augenschmaus, der Zeichenstil wahrlich hübsch anzusehen, die Backgroundmusic große Klasse, die Atmosphäre spiegelt das A und O wieder.
Mehr hiervon, ich bin gewillt und geneigt.
8 Bücher-Krummelmonster von verfügbaren 10 Literaturkostern.
Cat Shit One

Doch, das hier ist ein Anime. Wirklich. Den Status Anime erkenne ich einem japanischen Werk auch trotz mangelnder Moefication an. 2D mag gänzlich missen und das Computerhandwerk dominiert, doch Cat Shit One ist ohne jeden Zweifel als Anime anzusehen. Versucht euch erst nicht mit der Definition des japanischen Kulturguts, da hat sich manch einer schon verhoben und insbesondere das Inselvölkchen höchstpersönlich wagt sich nicht an solcherlei Experiment, hat schlicht kein Interesse daran. Ich fasse zusammen: Cat Shit One ist ein Anime, was auch immer Shino dagegen einlegen mag. Ich habe MAL, DN, chartfag und die halbe Welt auf meiner Seite, spart euch den Atem.
Aber heck, wenn’s darum geht, einen möglichst unschönen Namen mit kriegstreiberischen Nonsense zu paaren, könnten sich doch ein paar Otakus zu einem dritten Battle Royale auf dem Reality-Pedant zu Rokkenjima bereiterklären, ich würde den Spaß der Einfachkeit halber mal auf “Shitstorm” benennen. Dass der pädagogische Mehrwert ein Fall für die Tonne sein mag, erübrigt sich von selbst, aber zumindest das eine und einzige wäre der Serie gewiss, etwas, das Cat Shit One nahezu 25 Minuten über gänzlich hat missen lassen: Unterhaltungsansätze.
Ich habe etwas erwartet. Irgendetwas. Jedermann preist Cat Shit One seiner mir unbekannten Qualitäten. Der Präsentation nach schlusszufolgern habe ich also auf Seitenhiebe gegen zahlreiche Nationen sowie auf gehässig-fiesen Humor getippt. Aber das heißt nicht viel. Arakawa habe ich vor Ausstrahlung ein kritisches wie wirklichkeitsgetreues Weltbild aus der Sicht eines Penners angemutet. Und das will etwas heißen.
Ich habe mich verschätzt, bitterböse sogar, Cat Shit One ist ein simpler Krieg der Plüschtierfraktion, hat nicht einmal Ansätze einer Handlung vorzuweisen und grenzt an unterhaltungstechnische Folter. Vielerorts lobend wurde folgende Äußerung getroffen: “Das hier ist wie CoD 5, der einzige Unterschied besteht in passiver Teilnahme des Zuschauers.”. Das ist gar nicht so dumm. Man tätigt keinen Eingriff in das Massensterben wider jeglicher Spaßmacher. Und das ist selten fad, die reinste Budgetverschwendung.
Das war keine Unterhaltungskost, auch nicht im entferntesten Sinne, das war Murks.
2 von 10 Videogames ohne interaktive Betätigungen, wieso auch immer.
Densetsu no Yuusha no Densetsu

Mittels Densetsu no Yuusha no Densetsu hat sich Xebec ins gesellschaftliche Aus sämtlicher Otakus – deren soziales Integrationsvermögen auch stets zu wünschen übrig lässt – katapultiert. Ryner hat sich ein Pseudo-Geass – nein, gar 2! – angeeignet, sticht aus der Masse belangloser Protagonisten heraus und insbesondere Sprecher Jun Fukuyama dürfte dem ein oder anderen Mecha-Liebhaber ein Begriff sein.
Dies, meine Damen und Herren, genügt bereits vollkommen, um Densetsu no Yuusha no Densetsu Code Geass gleichzusetzen. No shit. Ob nun Kämpfe in mittelalterlichen Gefilden per Schwert und Magie oder Kriegsführung in ferner Zukunft durch gigantische Roboter, deren Konstruktion so oder so keinen Sinn ergeben will, das ist doch völlig einerlei. Wer schert sich noch um die Details? Eben – Niemand. Und insbesondere nicht Templa, dem bereits ein irrsinniger Death Note-Giant Killing-Vergleich geglückt ist. Die deutsche Subberszene ist mir ohnehin nicht ganz koscher, aber das hat wahrlich alles getoppt.
Da ich mich nun jedoch nicht groß über Fansubber, die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, auslassen mag, hier auch das ein oder andere Wort zur Legende der legendären Helden(abstruseste Namensgebung seit Baka to Test to Shoukanjuu, aber was soll’s…):
Ferrisservice!
Auch abseits der Haremette, die vereinzelt launische Züge einer Senjougahara ihr Eigen schimpfen darf, hat Densetsu seine Qualitäten: Die Charaktertypen differenzen stark, die Besatzung weckt Interesse, gelungene Unterhaltung ist geboten, werden Komik und Tragik doch tunlichst separiert, um Desaster a la Angel Beats! zu vermeiden. Tod und Verderben sind die alltäglichen Begleiter des Werkes, gleichermaßen auch erheiternde Einlagen(mögen sie streckenweise noch so sehr zu wünschen übrig lassen…), der Dramaanteil ist vortrefflich gelungen und macht Lust auf mehr. Fantasy der feineren Art und Potenzial ist allemal in Aussicht zu stellen. Über die grausige siebte Folge mag ich wiederum keine Worte verlieren, das wäre unschön, sehr sogar.
7 hirnrissige Vergleiche, absteigende Tendenz gegeben.
HIGHSCHOOL OF THE DEAD

HIGHSCHOOL OF THE DEAD ist die Nummer 1 der Season. Die Nummer 1 in Sachen Plotholes, Widersprüchen und Logikfehlern. Die Ausführung des Geschehens ist überspitzt, wirkt pseudodramatisch, gänzlich unglaubwürdig und eigentlich ist auch so ziemlich jeder Bestandteil der Serie verkorkst.
Entweder opfert man hier bewusst alles zuliebe der Begeisterung des Zuschauers auf, oder bedient sich primitivster Mittel, um Unterhaltung zu gewährleisten, geht jedoch nicht einmal ansatzweise durchdacht vor. Ich versuche mich mit letzterer Option.
Die Oberschule(irreführende Namensgebungen sind irreführend) der (Un-)Toten füllt eine klaffende Lücke inpunkto Anime-Genres: Zombieinvasionen. Durchaus ein gelungener wie halbwegs vielversprechender Ansatz und auch ein Meisterstreich im Hinblick auf scripttechnische Schwierigkeiten aller Art, Erklärungen, Einführungen und allerlei andere Gegner des japanischen Durchschnittsautors werden sorglos über den Haufen geworfen, in Krisenzeiten ist lediglich ein Überlebensinstinkt vonnöten und zu charakterisieren. Hochdruck von erster Sekunde an, kluge Sache, das.
Kurzum: H.O.T.D. is entertainment at its manliest. Mit Fanservice macht ein Autor die Sache dem männlichen Publikum einigermaßen schmackhaft – es sei denn, ihr seid solche Pussys wie Shino und ich, die klare Grenzen ziehen -, Gewaltverherrlichung ist ebenfalls im Gepäck und zumindest in erster Folge wurden die menschlichen Abgründe und ernstes Drama gut dargestellt. Weitere Versuche, das Endzeitszenario mit gesellschaftskritischen Ansichten zu versehen, scheiterten kläglich, da in überspitzter Ausführung.
Die Welt dreht durch, mir jedoch läuft sie nicht glaubhaft genug amok und das ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Der Knackpunkt ist: Der Cast ist dumm. Strohdumm und unnachvollziehbar.
Man stört sich an kleinen Wehwehchen und zieht es insofern vor, sich der Hölle auf Erden auszuliefern, das rationale Abwägen von Vor- und Nachteilen ist dem Weltbild der Figuren fremd, ununterbrochen(sofern sich die Damenschaft nicht gegenseitig an die Oberweite geht…) schmettert man auf den Dramaknopf ein, missbraucht das arme Stück nach allen Regeln der Kunst, sodass sich der Zuschauer mit den Konsequenzen solches kontraproduktiven Overkills zufriedengeben muss.
Und das Script? Das ist mies. Auf Befehl ein Deus ex Machina-Mode, Löcher an allen Ecken und Enden und seit einer gewissen Motorbikeeinlage hat sich auch der letzte Rest an glaubhaftem Geschehen verflüchtigt.
Der einzige Fakt, der HIGHSCHOOL OF THE DEAD vor dem endgültigen Untergang bewahrt, ist die Unterhaltung, die pure Unterhaltung. Und wenn MADHOUSE dem Zuschauer nicht gerade sämtliche Freude mit Recapeinlagen nach schlappen 3 Folgen vergrämt, gelingt das der Serie eigentlich ganz gut.
6 Rape-Titten.
Mitsudomoe

Mitsupädomoe, der Schreckenskandidat meiner im “Pädo-Nekro-Deal” festgelegten Vereinbarung mit Shino, schlägt sich erstaunlich durchwachsen. Zwar ist es schlichter Irrsinn, Aussagen zu treffen, der Anime richte sich nicht an Pädophile oder Lolicons, da vertretbar unvertretbarer Humor vorhanden(unter solcher Annahme wäre auch ein K-ON! den Moetakus kein Futter) und ist auch der Zeichenstil einer schlimmen Schaffenskrise zu entnehmen, doch hat Mitsudomoe durchaus seine akzeptablen Züge. Dass vorwiegend der pädophile Straftäter vor heimischem Bildschirm(hinter Gitter mit euch!) bedient wird, stellen nicht zuletzt Pantsu-Fußball, Bra-Service und Abstoßendes aus den leichtzüngigen Schnäbeln dreier vermeintlicher Kindergartennachwüchsler Grundschülerinnen wie Schwestern unter Beweis. Man bedient sich erneut des Freakkonzepts und der Leiden eines heillos überforderten Normalos.
Die Komik hat ihre Höhen und Tiefen, weiß manchmal folgenbedingt gar nicht zu zünden, um flugs darauf mit lachbedürftigen Einlagen zu glänzen. Manch Pointe ist gar so unfassbar vorhersehbar(japanischer Humor, eine Leidensgeschichte für und an sich), dass sie sich erst recht entfaltet. Not bad.
Die Serie gibt sich dunkel. “Dunkel” nicht im Sinne von “düster”, sondern im Bedeutungsfeld eines “Pfui Spinne”, der Anime schwankt stets am Rande des Ungenießbaren, hat sich den Ruf bereits von erster Szene an ruiniert und gibt sich daher gänzlich ungeniert:
Man tauft den Klassenhamster auf “Nippel”, gebraucht Ergüsse des eigenen Riechinstruments als Lasso oder begießt Augäpfel mit Urinproben. Könnte glatt “Feuchtgebiete”, dem stellvertretenden Klassiker der deutschen Literatur und Bestseller, entsprungen sein. Zartbesaitete Gemüter sind nach eindringlichem Marathon ein Fall für die Intensivstation, dies nur als Vorwarnung.
5,5 von gar 10 unheilsverkündenden Schulglocken.
Nurarihyon no Mago

Die Geschichte um den viertelten Dämonen und unfreiwilligen Clan-Erben seiner Youkai-Zunft ist als Mustershounen zu klassifizieren und entstammt dem japanischen Mecka der männlichen Unterhaltung, dem Shounen Jump. Und das, die Herren(Damen lesen das hier nicht) vor dem Bildschirm, ist ein Magazin, wie es mit Vorsicht zu genießen ist.
Das Shounen Jump hat gewiss seine erträgliche Leistung mit Death Note als auch Hunter x Hunter vollbracht, bietet solides Lesevergnügen inform D.Gray-Mans und auch Bakumans, doch ist eine Leserschaft, die Shaman King kurz vor knapp am Höhepunkt ein unfreiwilliges Ende beschert, in etwa so fähig bei der Selektion zu würdigenden Materials wie der 08/15-AnimaniA-Anhänger. Der Walz hat seine Schattenseiten, in rauen Massen sogar und eben dies Werk kann sich dem nicht entziehen:
Nurarihyon ist Crap, schlicht und ergreifend auf eine wesentlich jüngere Zielgruppe ausgerichtet und DEENs Standbildorgie bessert den Spaß ebenfalls nicht auf. Das hier ist sogar im direkten Vergleich zu Letter Bee samt Gartenschlauch-Protagonisten “Ich-kann-nicht-aufhören-zu-heulen-sonst-breche-ich-in-Tränen-aus-rabaääh”-Lag Seeing kein Vergnügen mehr.
Der Protagonist, Nura, ist ein Negi der zweiten Generation. Seine abstruse Haarpracht in Super Saiyajin-Auflage ist einem gebürtigen Harem- wie Zauberlehrlingfan auch nicht ganz unbekannt. Das Drama um seinen Widerwillen, das Erbe seines lolhead-Großvaters fortzuführen und sich als legendärer Führer der pokemon-ähnlichen Dämonen zu behaupten, wird seit gottverdammten 6 Folgen thematisiert, wiedergekaut und das ohne jeden Fortschritt. Das Pacing ist starrsam, an Action, die obendrein kümmerlich “animiniert” ausfällt, mangelt es obendrein, die Serie gibt sich alles in allem zu stereotyp, klischeehaft und über weite Strecken hinweg vorhersehbar, Pseudo-Drama soll bedrohliches Geschehen vermitteln, allenfalls einem über alle Maßen anspruchsvollen oder schlicht und ergreifend sehr jungem Zielpublikum zuzumuten. Das hier erinnert schmerzhaft an Railgun.
Schuld an alledem trägt unter Anderem auch die Inszenierung, die Regie ist als reinste Grütze anzusehen, die Charaktere sind flach, hirntod und überwiegend blind, sofern ihre Umgebung sich menschlicher Vorstellungen und physikalischen Gesetzen eines weiteren Males entzieht.
Hier das gefällige Beispiel.

Das hier wirkt nicht einmal ansatzweise bedrohlich. Jede Spur von Dramaturgie weicht sich der miserablen Ausführung bereits im Kern.
Die Tracks erhalten kaum einen Einsatz(auf dass Studio DEEN eines Tages die Bedeutung einer gelungen, musikalischen Untermalung ergreifen mag…), ein Stück erinnert gar an Harry Potter, wird jedoch seiner Offensive beraubt. No shit.
4,5 Standbilder, mehr ist beim besten Willen nicht drin.
Ookami-san to Shichin no Nakamatachi

Das mit dem Wölflein und ihren 7 Gefährten im Märchenlook ist so eine umstrittene Sache. Vereinzelt, so auch in siebter Episode, gibt sich Ookami sehr gut, der Spaß hat ohne jeglichen Zweifel seine netten Momente und fällt auch unterhaltsamer als Railgun und Konsorten aus. Das mag zwar keine Kunst sein, ist angesichts des x-ten Anlaufs J.C. Staffs allerdings einer Würdigung wert. Apropos J.C. Staff, mir ist da noch etwas von der Seele loszuwerden:
OH, FLAT-CHESTED TSUNDERE, WHAT A SURPRISE.
Nutzt sich dieses verdammte Konzept um unnachvollziehbare Zicken in Protagonistenrollen aus besagter Produktionsanstalt denn nicht eines Tages ab? Werft doch endlich die verdammte Moe-Schiene über Bord, setzt eine Folgestaffel Ghost Hunts in die Welt oder versucht gar mit Shigofumi euer Glück! Sicherlich hat ein Studio keinerlei oder kaum Einfluss auf die Auswahl an Werken, doch nimmt dieser Würgs seit einer halben Ewigkeit schon Überhand und dessen bin ich mehr als überdrüssig.
Ookami-san fokusiert sich seit 7 Folgen – Ausnahmen vorbehalten – auf Groß-Taiga und Memme Ryoushi, in der Hoffnung, man möge inmitten all der Belanglosigkeiten Charakterentwicklung erzielen, was zugegebenermaßen auch gut gelingt, unspektakuläre Kampfeseinlagen sind obendrein im Gesamtpaket vertreten. Nebencharaktere ziehen entweder in wahlloser Willkür ganze Fillerfolgen ein oder verkümmern lieblos am Rande des Geschehens, ein Trauerspiel der vermeidbareren Sorte.
Und das einer Serie, die aufgrund geringer Episodenzahl ihre Ressourcen weise gebrauchen sollte. Ansonsten das gewohnte Bild: Moefication, belangloser Shice of Life und ein überwiegend mistiger Humor. Otakukost in ihrer Rohfassung, wenngleich in kreativem Gewand, das seinen feinen Stoff nicht ausspielen mag. Witzleien um flache Brüste, japanischer Humor, Brüste again und noch mehr japanischer Humor. Kurz und gut: Witzlos und fad.
“I-can-point-out-what’s-obvious”-Erzählerin “Kuroko” bringt Abwechslung und Leben ins Spiel, mag den Zuschauerkreis zwar als vertrottelten Schwachmatten(das Un- wie Trendwort des Jahres gibt sich gefunden) abstempeln, ein Gedankengang, der dem ein oder anderen aus einem ganz bestimmten Grund neu sein dürfte, nichtsdestotrotz weiß sie von Zeit zu Zeit mit ihren ironischen Anmerkungen zu punkten und die Pointe vortrefflich zu setzen. Mehr hat die Serie weiß Gott nicht zu bieten.
5 Erzählerinnen, die für euch zwischen den Zeilen lesen.
Seikimatsu Occult Gakuin

Die Akademie des Okkulten ist eindrucksvolle Kost. Sie hat Stärken wie Schwächen und führt ihr Muster strikt fort, das ist einem Kritiker kein Unvergnügen. Storytechnisch versucht sich Anime no Chikara am Werk rund um merkwürdige Vorgehen im Jahre 1999 nicht allzu sehr, wozu auch? Es klappt auch so alles wunderbar.
Seikimatsu Occult Gakuin hat eine Handlung vorzuweisen, eine Handlung, die geradezu schleichend verläuft und angesichts der episodischen Züge ihre eigenen Flügel stützt. Der Storypfad weicht den Belanglosigkeiten, bereits großer Makel und Todesstoß So-Ra-No-Wo-Tos. Shice of Life – wenn auch unterhaltsam, das lob’ ich mir – jedwede Episode, da hat sich der Schlüssel des Nostradam doch hinten anzustellen. Aber was soll’s: Nichts geht über Pseudo-Flitterwochen und Getsundere, die Welt wird sich schon irgendwie in alleinigem Vorhaben des Untergangs entsagen können.
Die Charaktere sind, oh Wunder, verschiedenster Natur, haben jedoch allesamt eine Gemeinsamkeit vorzuweisen: Sie spinnen dezent. Nicht im Rahmen der Normen, wohl aber im Rahmen des Verträglichen und eben das ist die große Stärke der Serie – sie nudelt ihr eigenes Konzept nicht schamlos aus. Die Horrorkomödie, die reichlich wenig Gruselfieber, durchaus aber den ein oder anderen Angriff aufs Zwerchfell parat hat, gibt sich gerne dezent und schamhaft. Mayas Fratzen sind Paradebeispiel des Grundkonzepts des Anime: Sie regen zum Schmunzeln an, sind allemal überzogen, wirken jedoch halbwegs glaubhaft und machen keinerlei Gebrauch von überspitzten SD-Einlagen. Japan versucht sich zur Ausnahme mit anderen Waffen. Großartig.
Maya ist als Tsundere allererster Güte zu charakterisieren: Sie hasst das Okkulte, hegt ingsgeheim allem Anschein jedoch gegenteiliges Gefühl für Spuk und Mumpitz, agiert als big boss und ist schlicht störrisch, vermittelt Eindruck durch eine harte Schale, ist allerdings ebenso im Besitz eines weichen Kerns. Doch erneut weiß die Serie mit schlichter Zurückhaltung zu punkten, sie ist kein Gör wider jedweden Verstandes, mäßigt sich je nach Gegebenheiten und wirkt beinahe realitätsähnlich. Ihre schlechtere Hälfte und Agent aus der Zukunft ist hingegen eine Memme, vom Vollprofi keine Spur. Ein ungleiches Duo, das ab und an – dezent, ja, ich weiß – seinen Einsatz findet. Die restliche Besatzung ist mit Ausnahme auf das geradezu gehörbeeinträchtigende Fräulein “Ich-bin-offensichtlich-zu-nett-um-gut-zu-sein”-Mikaze, das nicht nur stimmtechnisch mit quietschenden Reifen auf dem Highway vergrämt, eine allemal gelungene Ergänzung. Der Erwähnung halber auch noch berechtigte Kritik im Rande: Das Script ist stellenweise hanebüchend schrecklich, Stichwort “Nahtoderfahrung” sollte auch den letzten Idioten wachrütteln.
Anime no Chikara mag zwar kein Meisterwerk gelungen sein, doch lässt Occult Academy seine Vorgänger bereits hinter sich.
7 futuristische Handys, aufsteigende Tendenz gegeben.
Seitokai Yakuindomo

Jedem, der hier ein zweites Seitokai no Ichizon in unbedenklich liebhafter Form erwartet hat, war die erste Folge ein blanker Schlag ins Gesicht. Ins Gesicht, nicht in die Weichteile, wir wollen uns doch mäßigen und uns am zweifelhaften Schülerrat wenig Vorbild nehmen.
Der Humor ist anstößig, so ist es auch der Cast: Bewusst pervers. Das dürfte nun das erste Mal sein, dass ich Mitleid mit dem male lead aufgrund seines Harems empfinde. Verkehrte Naturgesetze.
Der Cast gibt sich, das mag man mal in den Raum stellen, wirklichkeitsgetreuer denn zahlreiche Generationen an Anime-Charakteren, aus intimem Geschwätz wird kein Hehl mehr gemacht, die Damenschaft agiert unverblümt und das in aller Öffentlichkeit: Shino hat ein loses Zünglein(und bei jedem Zungenwitz schreit ein gewisser Moetaku auf…) und ein Großteil des Casts tut es ihr gleich. Schülerratspräsidentin Shino als auch Busenfreundin Aria verstehen ihr Fach und rauben dem einzig männlichen Mitglied der Veranstaltung, Normalo Tsuda, tagtäglich sämtliche Nerven. Klein-Suzu-chan ist’s gewohnt, die tickt allerhöchstens im Bezug auf ihre Größe durch. Und das geschieht minutenweise.
Die Serie recyclet sich von Folge zu Folge, begeht jedes Mal aufs Neue die selben Fehler, positiv anzumerken wiederum ist eine stetige Besserung der kritischen Eigenschaften einer 4-koma-Umsetzung, der Humor ist nicht jedermanns Ding, zielt nicht selten unter die Gürtellinie, trifft jedoch trotz der Wiederverwertung nicht selten ins Schwarze. Größere Knaller fallen lediglich vereinzelt, ein Dauerschmunzeln meinerseits ist jedoch garantiert.
Der Zeichenstil ist im Gegensatz zum perverseren Loli-Pedant genau mein Ding, schlicht gehalten und dennoch eine Augenweide, spornt an und ist sogar vorlagengetreu. Einen Moe-Schluckauf in Ehren kann niemand verwehren.
5,5 von 10 Schriftzügen, die erneut die Kleinwüchsigkeit der Twintailsträgerin auf die Schippe nehmen.
Shiki

Shiki ist großartig. Die Serie behält ihr Niveau – den mäßigen, da einsteigerunfreundlichen Anfang gilt es zu verschmerzen – bei, das ist eine absurd rare Tugend, wie sie von einer guten Serie nur gewahrt werden sollte.
Und Shiki ist gut. Shiki ist fantastisch. Die Handlung ist spannend, der Verlauf mag dank geruhsamen Pacing zwar mitunter einen langwierigen Eindruck erwecken, doch ist jede Folge an Geschehnissen gut bestückt und vergeht wie im Fluge.
Die Story ist spannend, bleibt weiterhin undurchsichtig und die Umsetzung des Stoffes ist wahrlich fabelhaft ausgeführt – die Geschichte um die seltsamen Vorkommnisse im Dörfchen Sotoba ist klasse in Szene gesetzt, die Inszenierung trotz begrenzten Budgets mehr als nur gut gelungen und trägt, wie auch die glänzenden Tracks, merklich zur umwerfenden Atmosphäre der Serie bei.
Ja, “Atmosphäre”, das ist das Zauberwort, Shikis größte Stärke und die Schwäche vielerlei Anime, die auf gewohnte Pseudo-Dramaturgie setzen.
Das Werk richtet sich bewusst an ein älteres Publikum, nicht in Sachen Brutalitätsfaktor, welcher ohnehin gering ausfällt und keinerlei Rolle spielt – ich wage als Splatterfanatiker gar zu behaupten, dass dem durchaus gut so ist -, doch verzichtet der Anime gänzlich auf Idealvorstellungen, kindliche Tugenden und auch eine farbenfrohe Aufmachung, man sehe wohlwollend von den Haarprachten vielerlei Castmitgliedern ab, lässt gänzlich missen, ein wahrhaft würdiger Vertreter eines geschätzten Sendeplatzes.
Diverse Aussagen im Bezug auf das Gold der Season sind an dieser Stelle der Abwechslung halber jedoch an den Pranger zu ketten:
“Shiki ist soooo Higurashi-like”, “Higurashi für Erwachsene”, und so weiter und so fort.
Im Ernst, was geht in euren Köpfen ab? Benötigt es lediglich Parallelen im Setting, um eine Serie des Raubmordkopiertums(oder, wie die Herren auf Sankaku Complex stets fluchen, sollte etwas nicht lupenrein original sein – Symmonsing) zu bezichtigen? Higurashi und Shiki haben ein Genre und einige wenige Parallelen betreffend der Rahmenbedingungen gemein. Das ist so gut wie gar nichts und angesichts der Anzahl japanischer Animationsschnipsel nicht zu vermeiden.
Und mein abschließender Satz: Shiki stehen 8 entvölkerte Provinzen zur Verfügung.
About this entry
You’re currently reading “Nachwort: Summer-Season 2010,” an entry on ZakuAbumi's Anime-Blog
- Published:
- 17. August 2010 / 7:23 PM
- Category:
- 11eyes, Amagami SS, Anime, Anime Seasons, Black Lagoon, Black★Rock Shooter, Bungaku Shoujo, Cat Shit One, Densetsu no Yuusha no Densetsu, Highschool of the Dead, Mitsudomoe, Nurarihyon no Mago, Ookami-san to Shichinin no Nakama-tachi, Seikimatsu Occult Gakuin, Seitokai Yakuindomo, Shiki
- Tags:
- 11eyes, Amagami SS, Anime, Anime Seaons, Anime Seasons, Black Lagoon, Black★Rock Shooter, Bungaku Shoujo, Cat Shit One, Densetsu no Yuusha no Densetsu, Highschool of the Dead, Mitsudomoe, Nurarihyon no Mago, Ookami-san to Shichinin no Nakama-tachi, Seikimatsu Occult Gakuin, Seitokai Yakuindomo, Shiki

6 Comments
Jump to comment form | comment rss [?] | trackback uri [?]